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06.05.2013:
Widerständige queere Praxen?
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Rezension: Bodo Niendel/Volker Weiß (Hg.) (2012): Queer zur Norm. Leben jenseits einer schwulen oder lesbischen Identität. Hamburg: Männerschwarm. 108 Seiten, 11 Euro.
Queer ist mittlerweile ein Begriff, auf den sich seit den 1990er Jahren immer mehr Publikationen beziehen. Er dient politischen Aktivist_innen als Bezeichnung für alle, die sich als schwul, lesbisch, bisexuell, trans* oder intergeschlechtlich, BDSMler_innen, oder aber auch in alternativen Beziehungsformen zu monogamen Zweierbeziehungen lebend definieren. Er steht jedoch demgegenüber auch für ein analytisches Konzept mit dem Heteronormativität und Zweigeschlechtlichkeit in ihren Verwobenheiten mit anderen Herrschaftsverhältnissen und Mehrfachdiskriminierungen kritisiert werden können ...

Anna Rinne
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15.02.2013:
Zwischen Stühlen
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Karsten Krampitz /Klaus Lederer (Hrsg.): Schritt für Schritt ins Paradies. Handbuch zur Freiheit, Verlag Karin Kramer. Berlin 2013, 252 Seiten, 19 EUR.
Der Anarchismus, speziell der Anarcho-Syndikalismus, gehört zur historischen Arbeiterbewegung und insofern zum Kanon linker Geschichte. Während die traditionelle Arbeiterbewegung Gerechtigkeit und Solidarität betont, macht der Bezug auf Freiheit den Wert des Anarchismus aus ...

Bernd Hüttner
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22.01.2013:
Aufstand, Ärger und Authentizität: Jugendkulturen als Mode
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Diana Weis (Hg.): Cool Aussehen. Mode und Jugendkulturen. Archiv der Jugendkulturen Verlag, Berlin 2012, 235 Seiten, 36,00 Euro
Das Archiv der Jugendkulturen in Berlin ist das größte Archiv zur bunten und verschachtelten Welt der Jugendkulturen und –stile. Seine Bibliothek und seine Zeitschriften- und Fanzine-Bestände dürften in Europa einzigartig sein. Im dem Archiv zugeordneten Verlag ist nun ein farbiges und ambitioniert gestaltetes Buch zu „Mode und Jugendkulturen“ erschienen.

Bernd Hüttner
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07.01.2013:
Schernikau lesen!
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Ronald. M. Schernikau: So schön. 120 S., Leinen, 18 Euro
Schernikau war eine schillernde Figur der deutsch-deutschen Literatur. Er schrieb über die Liebe, seine Mutter und über seine Heimat, die DDR. Als (westdeutscher) Schüler schrieb er die wohl noch immer schönste deutsche Coming-Out Geschichte, die „Kleinstadtnovelle“ ...

Bodo Niendel
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10.12.2012:
„A beautiful and simple idea?“
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Zwei lesenswerte Bücher zum bedingungslosen Grundeinkommen
Die Diskussion über das bedingungslose Grundeinkommen gehört zu den spannendsten politischen Debatten der Gegenwart. In diesem Jahr gab es im deutschsprachigen Raum neben dutzenden Aufsätzen allein sieben Neuerscheinungen, die sich dem bedingungslosen Grundeinkommen widmen. (1) Die Debatte um das bedingungslose Grundeinkommen ist jedoch auch eine unübersichtliche Debatte. Denn unter diesem Schlagwort werden sehr unterschiedliche Konzepte verhandelt ...

sg
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19.11.2012:
Wedel lechts noch rinks funktionielt nicht lecht
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Oskar Niedermayer (Hrsg.): Die Piratenpartei, Verlag SpringerVS, Wiesbaden 2012, 257 Seiten, 19,95 EUR
Die Debatte über die Piratenpartei fand und findet vor allem im Netz und in den Tageszeitungen statt. Die Literaturlage, was Bücher über die Piraten angeht, ist erstaunlicherweise immer noch sehr überschaubar.

Bernd Hüttner
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17.07.2012:
In materialistischer Tradition
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Rainer Holze und Siegfried Prokop: Basisdemokratie und Arbeiterbewegung. Karl Dietz Verlag Berlin 2012, 288 Seiten, Broschur, 19,90 Euro.
Andreas Diers
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16.07.2012:
Unwiederbringlich zerstört
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Friedrich Radszuweit, „Männer zu verkaufen, Ein Wirklichkeitsroman aus der Welt der männlichen Erpresser und Prostituierten“, Männerschwarm, 180 S., 16 Euro
Der Roman „Männer zu verkaufen“ liefert dem Leser Einblicke in die Welt männlicher Homosexueller kurz vor dem Ende der Weimarer Republik. Die Erzählung beginnt mit der Erpressung des Barons von Rotberg, der, um seine Homosexualität nicht bekannt werden zu lassen, einem Erpresser Stück für Stück fast sein gesamtes Vermögen übergibt.

Bodo Niendel
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15.05.2012:
Harald Werner: Offene Fragen in der geschlossenen Abteilung. Das erfolgreiche Scheitern einer Kaderperspektive; 155 Seiten, 14 EUR; Papyrossa Verlag, Köln 2011
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Der 1943 geborene Harald Werner legt, obwohl er dies nicht beabsichtigt, mit diesem Buch eine Art Lebensrückblick vor. Er montiert in seinem Buch zwei parallele Erzählstränge. Zum einen sein Leben und politisches Wirken, zum anderen seinen einjährigen Aufenthalt 1987 als Hauptamtlicher und Funktionär der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) an einer SED-Parteischule in Berlin-Biesdorf.

Bernd Hüttner
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17.04.2012:
Zu den Grenzen der Queer-theory
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Martin Schneider und Marc Diehl (Hg.): Gender, Queer und Fetisch. Konstruktion von Identität und Begehren. Männerschwarm. 2011.
Queer-theory entwickelt sich weiter und wird von jungen AktivistInnen und WissenschaftlerInnen auf immer weitere Felder ausgedehnt. Mit Judith Butlers Buch „Das Unbehagen der Geschlechter“ begann eine Theorieentwicklung, die scheinbar natürliches hinterfragen und gegebenes verändern wollte. Geschlecht und Sexualität wurden „dekonstruiert“, die heilige Einheit aus Zweigeschlechtlichkeit, Heterosexualität und Begehren („heterosexuelle Matrix“) wurde grundsätzlich auf den Prüfstand gestellt ...

Bodo Niendel
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28.11.2011:
Erzählung aus vieler Leben Wirklichkeit
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Das 54. Leipziger Festival für Dokumentar‐ und Animationsfilm
Tobias Rahne
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10.11.2011:
Briefe zum Spektakel
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Guy Debord: Ausgewählte Briefe 1957-1994. Edition Tiamat: Berlin 2011, 353 Seiten, 28,- Euro
In der Edition Tiamat sind ausgewählte Briefe des französischen Situationisten Guy Debord erschienen. Sie bieten einen Parforceritt durch die Geschichte der revolutionären Erhebungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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09.09.2011:
Nina Pauer: Wir haben keine Angst.
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Gruppentherapie einer Generation, Fischer Verlag, Frankfurt/Main, 2011, 200 S., 13,95 EUR
Katja Kullmann stieß im Sommer mit ihrem Buch "Echtleben" auf viel und positive Resonanz. Sie beschreibt darin eindringlich die soziale und mentale Situation der heute 30 bis über 40jährigen aus den eher kreativen Berufen der neuen Selbständigkeit.

Bernd Hüttner
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26.05.2011:
Fremdwörterbuch bereithalten: Poststrukturalismus reloaded
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Isabell Lorey, Roberto Nigro, Gerald Raunig (Hrsg.): Inventionen 1. Gemeinsam. Prekär. Potentia. Dis-/Konjunktion. Ereignis. Transversalität. Queere Assemblagen; Diaphanes Verlag, Zürich 2011, 280 Seiten, 26,90 EUR
Irgendwann in den 1990er Jahren verlor die Regulationstheorie ihren Platz als wichtige Befreiungstheorie der undogmatischen Linken an die verschiedenen Lesarten des Neo-Marxismus und den Poststrukturalismus ...

Bernd Hüttner
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20.05.2011:
Neues vom Mittelbau
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Rezension: Christoph Ruf: Was ist links? Reportagen aus einem politischen Milieu; C.H.Beck Verlag, München 2011, 256 S., 12,95 EUR
Christoph Ruf berichtet in seinem Buch von der Basis und dem Mittelbau der drei von ihm als links angesehenen Parteien SPD, Grüne und LINKE. Seine These lautet, dass es vor Ort und in den Regionen schon eine Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern dieser drei Parteien gäbe, die es so auf Bundesebene und auch zwischen den Parteien als Ganze noch nicht geben würde.

Bernd Hüttner
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26.04.2011:
Ein Kessel Buntes. Die Linke und der Sex
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Rezension: Eder, Barbara/Wemheuer, Felix (Hrsg.): Die Linke und der Sex. Klassische Texte zum wichtigsten Thema, promedia Wien 2011, 12,90 Euro,
Die Linke ist sicherlich ein Ort der Erfüllung bewusster und unbewusster emotionaler und sexueller Bedürfnisse. Für viele hat die Kritik an beengt empfundenen Verhältnissen am Beginn ihrer Politisierung gestanden.

Bernd Hüttner
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01.04.2011:
Rot geworden, ohne rot zu werden
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Rezension: Tobias Haberl: Wie ich mal rot wurde: Mein Jahr in der Linkspartei, Luchterhand, 14,99 EUR
Der Münchner Journalist Tobias Haberl trat in die LINKE ein, um sie kennen zu lernen, schrieb einen Essay und ein Buch, und trat nach 1 ½ Jahren wieder aus.

Mathis Oberhof
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24.03.2011:
Vom Sachzwang gefesselt
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Rezension: Jutta Ditfurth: Krieg, Atom, Armut. Was sie reden, was sie tun: Die Grünen, Rotbuch Verlag, 288 S., 14,95 EUR
Jutta Ditfurth schildert anschaulich den Wandel der Grünen. Was diese historische Erfahrung den heute politisch Engagierten noch sagen kann, bleibt leider offen.

Bernd Hüttner
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10.11.2010:
„Kann die urbane Multitude streiken? Und wenn ja, wie?“
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Rezension: Christoph Twickel: Gentrifidingsbums oder das Recht auf Stadt; Edition Nautilus, Hamburg 2010, 127 Seiten, 9,90 EUR
Bernd Hüttner
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17.08.2010:
„Genossinnen und Genossen, was haben wir noch mit der DDR zu schaffen?“
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Rezension: Jörn Schütrumpf; Freiheiten ohne Freiheit – Die DDR – historische Tiefendimensionen; Karl Dietz Verlag Berlin 2010; 143 Seiten; 14,90 Euro
Das vorliegende Buch ist empfehlenswert, weil es einen wichtigen Beitrag zu einer Historisierung der DDR und einer Phase der sozialen Bewegungen , die wir als Arbeiterbewegung kennen, leistet. Schütrumpf setzt sich dabei gründlich mit der durch den deutschen Obrigkeitsstaat massiv geprägten Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung auseinander, stellt schon für die Zeit vor 1914 das Abrücken ihrer Organisationen von einem wie auch immer gearteten Sozialismus fest und schlägt einen weiten, auch durch Detailbeobachtungen angereicherten Bogen zur Gründung und Geschichte der DDR her. „Nach dreißig Jahren, immer wieder unterbrochener, Forschungen zur DDR scheint es mir an der Zeit, mit dem Thema endlich abzuschließen – ohne mich um eine Bilanz zu drücken.“

Wilfried Gaum