-
28.11.2011:
Erzählung aus vieler Leben Wirklichkeit
-
Das 54. Leipziger Festival für Dokumentar‐ und Animationsfilm
Tobias Rahne
-
10.11.2011:
Briefe zum Spektakel
-
Guy Debord: Ausgewählte Briefe 1957-1994. Edition Tiamat: Berlin 2011, 353 Seiten, 28,- Euro
In der Edition Tiamat sind ausgewählte Briefe des französischen Situationisten Guy Debord erschienen. Sie bieten einen Parforceritt durch die Geschichte der revolutionären Erhebungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

-
09.09.2011:
Nina Pauer: Wir haben keine Angst.
-
Gruppentherapie einer Generation, Fischer Verlag, Frankfurt/Main, 2011, 200 S., 13,95 EUR
Katja Kullmann stieß im Sommer mit ihrem Buch "Echtleben" auf viel und positive Resonanz. Sie beschreibt darin eindringlich die soziale und mentale Situation der heute 30 bis über 40jährigen aus den eher kreativen Berufen der neuen Selbständigkeit.

Bernd Hüttner
-
26.05.2011:
Fremdwörterbuch bereithalten: Poststrukturalismus reloaded
-
Isabell Lorey, Roberto Nigro, Gerald Raunig (Hrsg.): Inventionen 1. Gemeinsam. Prekär. Potentia. Dis-/Konjunktion. Ereignis. Transversalität. Queere Assemblagen; Diaphanes Verlag, Zürich 2011, 280 Seiten, 26,90 EUR
Irgendwann in den 1990er Jahren verlor die Regulationstheorie ihren Platz als wichtige Befreiungstheorie der undogmatischen Linken an die verschiedenen Lesarten des Neo-Marxismus und den Poststrukturalismus ...

Bernd Hüttner
-
20.05.2011:
Neues vom Mittelbau
-
Rezension: Christoph Ruf: Was ist links? Reportagen aus einem politischen Milieu; C.H.Beck Verlag, München 2011, 256 S., 12,95 EUR
Christoph Ruf berichtet in seinem Buch von der Basis und dem Mittelbau der drei von ihm als links angesehenen Parteien SPD, Grüne und LINKE. Seine These lautet, dass es vor Ort und in den Regionen schon eine Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern dieser drei Parteien gäbe, die es so auf Bundesebene und auch zwischen den Parteien als Ganze noch nicht geben würde.

Bernd Hüttner
-
26.04.2011:
Ein Kessel Buntes. Die Linke und der Sex
-
Rezension: Eder, Barbara/Wemheuer, Felix (Hrsg.): Die Linke und der Sex. Klassische Texte zum wichtigsten Thema, promedia Wien 2011, 12,90 Euro,
Die Linke ist sicherlich ein Ort der Erfüllung bewusster und unbewusster emotionaler und sexueller Bedürfnisse. Für viele hat die Kritik an beengt empfundenen Verhältnissen am Beginn ihrer Politisierung gestanden.

Bernd Hüttner
-
01.04.2011:
Rot geworden, ohne rot zu werden
-
Rezension: Tobias Haberl: Wie ich mal rot wurde: Mein Jahr in der Linkspartei, Luchterhand, 14,99 EUR
Der Münchner Journalist Tobias Haberl trat in die LINKE ein, um sie kennen zu lernen, schrieb einen Essay und ein Buch, und trat nach 1 ½ Jahren wieder aus.

Mathis Oberhof
-
24.03.2011:
Vom Sachzwang gefesselt
-
Rezension: Jutta Ditfurth: Krieg, Atom, Armut. Was sie reden, was sie tun: Die Grünen, Rotbuch Verlag, 288 S., 14,95 EUR
Jutta Ditfurth schildert anschaulich den Wandel der Grünen. Was diese historische Erfahrung den heute politisch Engagierten noch sagen kann, bleibt leider offen.

Bernd Hüttner
-
10.11.2010:
„Kann die urbane Multitude streiken? Und wenn ja, wie?“
-
Rezension: Christoph Twickel: Gentrifidingsbums oder das Recht auf Stadt; Edition Nautilus, Hamburg 2010, 127 Seiten, 9,90 EUR
Bernd Hüttner
-
17.08.2010:
„Genossinnen und Genossen, was haben wir noch mit der DDR zu schaffen?“
-
Rezension: Jörn Schütrumpf; Freiheiten ohne Freiheit – Die DDR – historische Tiefendimensionen; Karl Dietz Verlag Berlin 2010; 143 Seiten; 14,90 Euro
Das vorliegende Buch ist empfehlenswert, weil es einen wichtigen Beitrag zu einer Historisierung der DDR und einer Phase der sozialen Bewegungen , die wir als Arbeiterbewegung kennen, leistet. Schütrumpf setzt sich dabei gründlich mit der durch den deutschen Obrigkeitsstaat massiv geprägten Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung auseinander, stellt schon für die Zeit vor 1914 das Abrücken ihrer Organisationen von einem wie auch immer gearteten Sozialismus fest und schlägt einen weiten, auch durch Detailbeobachtungen angereicherten Bogen zur Gründung und Geschichte der DDR her. „Nach dreißig Jahren, immer wieder unterbrochener, Forschungen zur DDR scheint es mir an der Zeit, mit dem Thema endlich abzuschließen – ohne mich um eine Bilanz zu drücken.“

Wilfried Gaum
-
21.06.2010:
Zwei Neuerscheinungen zur Geschichte der KPÖ
-
Rezension: Walter Baier: Das kurze Jahrhundert. Kommunismus in Österreich. KPÖ 1918 bis 2008; Edition Steinbauer: Wien 2009. 22,50 EUR; Manfred Mugrauer (Hg.) 90 Jahre KPÖ. Studien zur Geschichte der KPÖ; Verl. A. Klahr Gesellschaft: Wien 2009, 15 EUR
Walter Baier legt mit seinem Buch eine umfangreiche Geschichte der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) von ihrer Gründung im November 1918 bis zur Gegenwart vor. Der 1954 geborene Baier war selbst lange Zeit in der KPÖ engagiert, er trat ihr schon als Jugendlicher bei und wirkte von 1994 bis 2006 als ihr Vorsitzender. Trotz seiner persönlichen Verwobenheit schafft Baier es, eine relativ undogmatische Sichtweise einzunehmen, die vor allem die Bedeutung des Stalinismus als Geißel der Linken deutlich herausstellt.

Bernd Hüttner
-
13.06.2010:
Patriarchatskritisch und keine Selberfahrungsliteratur
-
Rezension: Thomas Gesterkamp: Die neuen Väter zwischen Kind und Karriere, Verlag Barbara Budrich, Opladen & Farmington Hill 2010, 152 S., 12,90 EUR
Thomas Gesterkamp ist seit fast 20 Jahren einer der produktivsten und lesenswertesten Autor_innen im Feld einer nichtuniversitären und patriarchatskritischen Männer- und Väterliteratur. Sein neustes Buch, das sehr preiswert und offensichtlich eine Neuauflage ist, ohne dass erklärt wird, wo und wann diese Texte bereits publiziert wurden, enthält elf Beiträge und einen Serviceteil. Es hebt sich wohltuend von der von unbewussten Kastrationsängsten und Selbstironie gekennzeichneten Selbsterfahrungsliteratur ab, die derzeit die einschlägigen Regale dominiert.

Bernd Hüttner
-
07.04.2010:
Erweiterte historische Traditonsbildung als Identitätsstütze?
-
Rezension: DIE LINKE – Erbe und Tradition. Teil 1 & 2, Hg. von Klaus Kinner
Die voluminöse Neuerscheinung in der sogenannten „Roten Reihe“ zur „Geschichte des Kommunismus und Linkssozialismus“ zeigt die Probleme der Geschichtsarbeit im Umfeld der LINKEN eindringlich.

Bernd Hüttner
-
22.02.2010:
Neuer Feminismus, neue Generation?
-
Rezension: Anne Lenz, Laura Paetau: Feminismen und »Neue Politische Generation«, Westfälisches Dampfboot, 2009, 151 Seiten, 19,90 Euro
Die Autorinnen Anne Lenz und Laura Paetau fragen in ihrer gemeinsam verfassten Diplomarbeit Feminismen und »Neue Politische Generation« danach, was Feminist_in sein heute bedeutet. Dazu haben sie neun Aktivist_innen der Berliner Szene aus sechs verschiedenen Gruppen nach ihrem Politikverständnis, ihren Zielen, Schwerpunkten und ihrer Geschichte befragt. Die Datenauswertung dieser feministischen Praxis und Analyse erstreckt sich über so breit gefächerte Themen wie Identitätspolitik, Kinderkriegen, die Verbindung von Antisexismus und Feminismus sowie Intersektionalitätsdebatten. Drei dieser (anonymisierten) Interviews haben die Autorinnen intensiver analysiert, da sie die größte Spannweite innerhalb des Datenpools aufwiesen. So bietet Feminismen und “Neue Politische Generation“ einen Einblick in die politische Arbeit und das Selbstverständnis heutiger Feminist_innen.

Kirsten Achtelik
-
22.02.2010:
Frauen, die sich bewegen: In „gleich, gleicher, ungleich“ zeichnet Christa Wichterich eine spezifische Landkarte von Frauen(rechts)bewegungen
-
Christa Wichterich: Gleich, gleicher, ungleich: Paradoxien und Perspektiven von Frauenrechten in der Globalisierung, Verlag: Helmer, 2009, 240 Seiten, 19.00 Euro
Es ist paradox. Das mit den Frauenrechten: Deutsche Frauen sind zunehmend erwerbstätig, allerdings auf Teilzeitstellen. Weibliche migrantische Pflegekräfte übernehmen häusliche Pflegearbeiten, jedoch gegen ein geringeres Entgelt als im deutschen Pflegesektor üblich. Mikrokredite für die Ärmsten, mehrheitlich Frauen - eine sinnvolle Angelegenheit? Nur bedingt. Denn diese Kredite verdrängen Formen kollektiven Sparens und Frauen sind nur deshalb Hauptadressatinnen, weil sie das Geld mit größerer Wahrscheinlichkeit zurückzahlen. Häufig verschwinde die Politisierung der Geschlechter-, Klassen- oder Armutsfrage im ‚Windkanal des Marktzugangs’, so die Soziologin Christa Wichterich in ihrem Ende 2009 erschienenen Buch „gleich, gleicher, ungleich“.

Isabel Collien und Anne Lenz
-
22.10.2009:
Verschollen im Bermuda-Dreieck der Zeitnot
-
Rezension: Zeit für Beziehungen? Zeit und Zeitpolitik für Familien, Heitkötter u.a.
Nein, Zeit hat heute kaum jemand mehr. Unabhängig von sozialem Status, Geschlecht, Beruf und Einkommen leiden heute viele unter Zeitnot. Obwohl dieses Phänomen das Alltagshandeln dominiert, wird es im linken Diskurs kaum thematisiert. Dort ist immer noch unhinterfragt die Einkommensnot das wichtigere Thema...

Bernd Hüttner
-
03.05.2009:
Laubenpieper-Sozialismus
-
Rezension: Steffen Kludt, Am Ende des Fortschritts? „Sozialismus in den Farben der DDR“
Steffen Kludt bietet seinen LeserInnen ein Best-of der kultur- und mentalitätsgeschichtlichen Generationenforschung zur DDR. Seine zentrale These ist, dass die innere, schlussendlich im Zusammenspiel mit anderen Faktoren zum Untergang führende Krise der DDR auf einen „Clash der Generationen“ zurückzuführen ist. Hier lässt sich auch etwas über die Linkspartei lernen.

Bernd Hüttner
-
08.04.2009:
Ein modernisierter Antiimperialismus
-
Rezension: „Die deutsche Linke, der Zionismus und der Nahost-Konflikt“ von Jutta von Freyberg, Wolfgang Gehrcke und Harry Grünberg
Es gibt viele Konflikte auf der Erde. Doch keiner spaltet die gesellschaftliche Linke in Deutschland so sehr wie der Nahostkonflikt. Mit dem Buch „Die deutsche Linke, der Zionismus und der Nahost-Konflikt“ von Jutta von Freyberg, Wolfgang Gehrcke und Harry Grünberg, welches im April 2009 beim PapyrossaVerlag erscheint, liegt jetzt eine neue Problematisierung vor. Zwar verhehlen die AutorInnen nicht ihre Sympathien für antiimperialistische Positionen, gleichzeitig jedoch versuchen sie sich an einer „Erneuerung“ und sind bereit, Probleme des traditionellen Antiimperialismus anzuerkennen, um schließlich eine „Post-Zionistische Perspektive“ als friedenspolitischen Orientierungsrahmen für den Nahen Osten zu entwerfen.

Katja Kipping
-
12.03.2009:
Man weiß, man wird beschissen, aber hat sich dabei wenigstens gut unterhalten
-
Rezension: testcard, das Magazin für Popgeschichte #18 - „Regress“
In den 1990er Jahren entdeckte die radikale Linke „Kultur“ als Ausdruck von und als Mittel zur Dekonstruktion von hegemonialen Zuschreibungen. Viele wurden post-autonom, wenige andere FDP-Wähler. Die erste, weit größere Gruppe entdeckte, dass der Kapitalismus nicht nur grau, repressiv und langweilig war - heute ist diese Erkenntnis kalter Kaffee. Eine Hilfe um die Zeit der Klärung zu überstehen, ist testcard, das Magazin für Popgeschichte.

Bernd Hüttner
-
05.12.2008:
Beiträge zur Konfliktualität des Sozialen
-
Rezension: Gruppe Blauer Montag, Risse im Putz (Hamburg 2008)
Die Hamburger Gruppe „Blauer Montag“ hilft der tendenziell schlampigen Linken bei Problemen mit ihrer Ablage, zumal sie der aussterbenden Spezies der politischen Gruppen angehört, die über keine Internetpräsenz verfügen. Sie hat jetzt diejenigen ihrer Texte aus den letzten 15 Jahren in einem Buch zusammengestellt, die ihrer Ansicht nach „für die Diskussion um Arbeit, Nichtarbeit, Sozialstaat und Klassenkampf aktuell von Bedeutung sein können“.

Bernd Hüttner